Wellness Hotel Sandanski
Seite auswählen

Fahrt nach Trigrad

Von Jagodina aus fährt man den Rückweg durch die Kluft, an Teschel vorbei nach Trigrad. Trigrad, wie auch Jagodina ist durch seine wunderschöne Kluft und die einzigartige Höhle bekannt. Die Kluft (Trigradsko zdrelo) ist ca. 10 km lang bis man das Dorf erreicht. Auch hier hat die Natur entzückende Felsbidungen geschafft. Der Weg ist aber neugebaut und leichter zu befahren. Die Kluft besteht aus Kalkfelsen, die entlang dem Fluss Trigradska gelegen sind. Die Felsen hier sind steiler und eindrucksvoller. Im Westen erheben sie sich in einer Höhe von 180 m und im Osten erreichen sie bis zu 300-350 m. Der Fluss geht in die Höhle Djavolsko garlo ein.

Die Höhle Djavolsko garlo ist nicht weit von dem Dorf entfernt. Sie befindet sich auf dem Weg durch die Kluft. Eigentlich kann man hier nicht über einen richtigen Rundgang der Höhle sprechen. Es ist jedoch trotzdem sehenswert. Wenn man keine Angst vor Klettern in die Höhe hat. Denn hier ist eine sehr steile Treppe hinaufzugehen, die wie ein Gebäude mit 20 Etagen hoch ist. Ungefähr in der Mitte der Treppe kann man ein bisschen ausruhen und sich den malerischen Wasserfall anschauen. Mut fassen: Der Wasserfall geht in einem Abgrund verloren. Und oben ist der blaue Himmel zu sehen. Noch ein paar Schritte, mehrere Schritte. Da kommt man endlich ins Freie.

Nette Leute warten auf den tapferen Touristen am Ausgang der Höhle mit einer Tasse Tee. Der Tee, der in dieser Gegend gedeiht, heißt Mursalski und ist als Heilmittel für mehrere Krankheiten geeignet. Darunter kommen Probleme mit den Lungen und dem Atmen. Außer Tee kann man in Trigrad Bohnen, Honig aus Nadelbäumen und Marmelade aus Waldfrüchten besorgen.

Wie in Jagodina gibt es auch hier mehrere Möglichkeiten zum Übernachten. Zu Beginn des Dorfes, nicht weit von der Höhle entfernt, liegt eine Berghüte. Man mus nur den Fluss überqueren. Weiter gibt es mehrere Häuser, die Unterkunft anbieten. Die Preise sind nicht hoch, die Leute sehr nett und man kann mit Gastfreundschaft rechnen und sich gut erholen.

Die Bevölkerung hier besteht auch aus Pomaken. Neben der Moschee im Zentrum des Dorfes jedoch ist auch eine Kirche zu sehen. Das ist ein Symbol für das friedliche Zusammenleben zwischen Christen und Mohammedanern. Der Weg durch das Dorf führt weiter bis zum Dorf Kesten. Kesten ist das letzte bulgarische Dorf, dass sich direkt an der Grenze mit Griechenland befindet.

Trigrad ist eine alte Siedlung der Thraken. Die Legende erzählt, dass wenn Orpheus spielte, der Wind zwischen den Baumästen seiner wunderschönen Musik zu hörte. Die Vögel hielten ihren Flug in der Luft an und die Tiere blieben auf den Bergspfaden stehen. In Trigrad findet seit 2003 jedes Jahr Anfang August das Festival Orphitscheski misterii statt. Leute aus verschiedenen Ländern kommen hierher, um etwas Neues und Interessantes zu erleben und die wunderbare Natur zu genießen.

Eine wietere Sehenswürdigkeit von Trigrad ist die Höhle Haramijska. Im Unterschied zu der Höhle Djavolsko garlo, wo es eine künstlich errichtete Treppe gibt, muss man hier zu der Höhle mit Hilfe von Seilen klettern. Die Höhle ist nicht weit von dem Weg entfernt und der Spaziergang bis dorthin lohnt sich, weil es von oben eine wunderschöne Aussicht gibt. Auch wenn man nicht wie ein Bergsteiger in die Höhle kommt.

Der Rückweg von Trigrad geht wieder durch die schöne Kluft. Man fährt entweder in Richtung Pamporovo (bekannter Winterkurort) und Smoljan nach Plovdiv und Sofia zurück. Oder an Devin vorbei, durch Kritschim, nach Pasardshik und Sofia. Der Weg nach Kritschim ist nicht sehr gut, gewissermaßen ausgebaut, die wunderschöne Natur macht aber trotzdem die Fahrt angenehm. Und der Anblick des schönen Stausees Watscha, an dem man lange vorbeifährt, da er sehr lang ist, lohnt sich auch. Hier kann man einen kurzen Aufenthalt machen, die Natur genießen und frische Fische kosten.

Weiter wird der Weg besser und nach Pasardshik fängt die Autobahn an, die von Plovdiv kommt und nach Sofia weiterführt. In kaum einer Stunde ist die Hauptstadt zu erreichen.