Wellness Hotel Sandanski
Seite auswählen

Fahrt nach Goze Deltschev und Umgebung

Goze Deltschev befindet sich im Südwesten Bulgariens in der Nähe vom Fluss Mesta. Die Stadt ist 200 km von der Hauptstadt Sofia entfernt. Von Sofia aus fährt man in Richtung Pernik – Kulata. Die Fahrt geht durch Dupnitza und Blagoewgrad. Bevor man Blagoewgrad erreicht, kann man nach links biegen und das Rila Kloster besuchen. Dann fährt man weiter nach Simitli und Razlog. Der Weg geht zwischen den zwei Gebirgen Rila und Pirin und wird steiler. Man erreicht die Gegend Predel. Der Pass wird auch Predela genannt. Hier treffen die drei Gebirge: Rila, Pirin und Rhodopen zusammen.

Goze Deltschev – Geheimtipp im Südwesten

Der Weg führt weiter nach Bansko. Ein berühmter Winterkurort am Fuße des Gebirges Pirin. Dann geht es weiter durch Dobrinischte, auch Winterkurort, nach Goze Delchev. Wenn man keine Übernachtung in Bansko oder Dobrinischte reserviert hat oder zu reservieren vorhat, kann man es in Goze Deltschev tun. Von hier an kann man die wunderschönen Dörfer Leschten und Kovatscheviza erreichen. Leschten liegt in einer Entfernung von 17 km und Kovatscheviza in 27 km von Goze Deltschev. Der Weg führt nach Garmen. Gleich nach Garmen durchfährt man ein Roma – Wohnviertel, das ein wenig Entsetzen einflößt.

Der Weg wird steil, eng und ausgebaut. Die Aussicht aber ist wunderbar. Bei schönem Wetter kann man alles gut beobachten. Man befindet sich in den Rhodopen, hat jedoch auch eine gute Aussicht auf das Gebirge Pirin. Die erste Siedlung, die man auf diesem Weg erreicht, ist Leschten. Hier lohnt sich ein Aufenthalt. Die moderne Zeit ist weg. Man versetzt sich in die Vergangenheit. Hohe, aus Steinen gebauten Häusern, die auf engen, ebenfalls aus Steinen bestehenden Gassen gelegen sind. Ein Baustil aus der bulgarischen Wiedergeburt. Das Dorf ist ganz klein, so dass man es in wenigen Minuten durchqueren kann.

Zwischen beiden bulgarischen orthodoxen Dörfern Leschten und Kovatscheviza liegt das Pomaken – Dorf Gorno Drjanovo. Die Leute hier sind bulgarische Mohammedaner und das ist an der Moschee zu erkennen. Sie haben während der Türkenherrschaft den mohammmedanischen Glauben angenommen. Ihre Kleider sind auch verschieden. Die Hose, die hier getragen wird, nennt man Schalvari (Pluderhose). Die Frauen haben bunte Tücher am Kopf. Der Weg hier wird ganz eng und ausgebaut, man fährt direkt an die Häuser vorbei, denn es gibt keinen Gehsteig. Der ganze Ort bildet einen krassen Kontrast zu Leschten. Die wunderschöne Gegend geht verloren in Armut und Not.

Man holt sich Atem, fasst Mut und fährt weiter. Der Weg wird schon ein bisschen besser, obgleich immerso steil nach oben. Zielpunkt Kovatscheviza. Die Atmosphäre wechselt schnell und man gerät wieder in den 18.-19. Jahrhundert. Die bulgarische Renaissance zeichnet sich hier besonders durch den spezifischen Baustil aus. Der Ort ähnelt im Architekturplan Leschten, ist jedoch größer und mannigfaltiger. Sehenswert sind sowohl die Häuser als auch die schöne Kirche Nikolaj Tschudotworez (Nikolaj, der Wunder schafft).

Kovatscheviza wie auch Leschten bieten verschiedene Möglichkeiten zum Ausruhen, Spaziergang, Essen und Übernachten an. Die Bedienung ist ausgezeichnet und man kann verschiedene Spezialitäten aus den Rhodopen probieren. Man muss jedoch mit höheren Preisen als an anderen Orten in den Rhodopen rechnen.

Kovatscheviza ist schon längst zum Kultur- und Architekturdenkmal erklärt worden. Alle Häuser, die hier neu zu errichten bzw. zu restaurieren sind, haben die typische Architektur aus der Zeit der bulgarischen Wiedergeburt einzuhalten.

Eigentlich endet der Weg hier und man muss zurück, denn sonst geht es ins Gebirge hinein. Eine wietere Fahrt mit dem Auto ist nicht empfehlenswert. Man geht entweder zu Fuß oder macht sich auf den Rückweg. Denn es gibt noch andere sehenswerte Orte in dem wunderschönen Gebirge Rhodopen.