Wellness Hotel Sandanski
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Die Fahrt nach Jagodina

Auf den Rückweg von Kovatscheviza durchfährt man Garmen und biegt statt nach rechts zu Goze Deltschev, nach links zu Satovcha und Dospat. Der Weg wird schon wieder gut und die Gegend lockt zum Ausruhen an. Es gibt mehrere unbewirtschaftete Raststätten im Gebirge. Frische Luft, kaltes Wasser, Ruhe und schöne Nadelbäume. Hier gibt es keinen raschen Verkehr und die Fahrt ist sehr angenehm.

Man durchfährt Dolno Drjanovo, auch ein mohammedanisches Dorf, jedoch ganz unterschiedlich im Vergleich zu Gorno Drjanovo. Dann führt der Weg durch Satovcha, ein ebenso schöner Ort mit modernem Aussehen. So gelangt man allmählich bis zur Stadt Dospat und kann sich ein bisschen von der Fahrt ausruhen, indem man den Stausee besichtigt. Wenn man es nicht eilig hat, so kann man hier eine frische Forelle zu niedrigem Preis kosten. Und dabei die schöne Gegend genießen.

Der Weg führt weiter zu der Gemeinde Borino. Zu dieser Gemeinde gehört auch das Dorf Jagodina. Bevor man aber das Dorf erreicht, fährt man durch Bujnovsko zdrelo. Ein phantastisches Werk vom Bujnovska reka. Der Fluss Bujnovska hat eine wunderschöne Kluft mitten im Gebirge gebildet. Recht und links erheben sich steile Felsen. Valtschi skok (Der Sprung des Wolfs) nennt man die Stelle, wo sich die senkrechten Felsen fast berühren. Die sind in einer Höhe von 3-4 m. Die Legende erzählt, dass hier ein Wolf, gejagt von Hunden, von einem Felsen zum anderen gesprungen ist. Das Erlebnis ist kaum zu beschreiben, denn hier fühlt man wirklich die nicht nachahmbare Bildungskraft der Natur.

Man muss darauf achten, dass der ca. 9 km lange Weg durch die Kluft nur eine Fahrbahn hat. An Feiertagen herrscht hier reges Leben und rascher Verkehr. Mehrere Touristen kommen hierher, um die entzückende Gegend und die Höhle Jagodina zu besichtigen. Der Weg lohnt sich jedoch. Und in den Morgenstunden ist kaum ein Fahrzeug zu treffen.

Nachdem man den schweren Weg durch die Kluft geschafft hat, erreicht man in ca. 2 km das Dorf Jagodina. Herzlich willkomen ist hier zu empfinden. Der Anblick ist phantastich. Ein wunderschöner Teil der Westrhodopen. Die steilen Felsen erinnern an die Macht der Natur und gleichfalls wirken die grünen Wiesen beruhigend. Hübsche Häuser, gelegen an malerischen Hügeln, verleihen Gemütlichkeit und Ruhe.

Die Beschreibung der herrlichen Gegend ist nichts wert ohne die Leute im Dorf. Da kann man einen richtigen Empfang erleben und hier bleiben wollen. So nett und freundlich, wie die Menschen hier sind, ist selten zu treffen. Es sind hier Zimmer unter guten Bedingungen zu mieten. Die Einrichtung ist gut, die Atmosphäre ist locker, der Stress aus der Großstadt ist weg. Dazu kommen auch die traditionellen Spezialitäten aus den Rhodopen mit wunderschönem Geschmack. Die werden nach Wunsch von der Vermieterin zubereitet. Hierzu zählt Patatnik (Baniza mit Kartoffeln, Eiern und Käse) bzw. Klin (statt Kartoffeln Reis) und natürlich frisches Joghurt. Typisch für die Rhodopen sind auch die Steinpilze und die Heidelbeeren.

Die gastfreundlichen Bewohner des Dorfes organisieren auch Führungen zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Das bemerkenswerte Objekt ist die Höhle Jagodina. Zu Fuß ist sie bei nicht schnellem Gang für weniger als eine Stunde zu erreichen. Der Pfad führt durch eine wunderbare Gegend mit herrlicher Aussicht bis zur malerischen Kluft.

Für die Besucher der Höhle sorgen mehrere Reiseleiter. Einer davon empfängt den Touristen noch am Eingang und erzählt Allgemeines über die Geschichte. Weitere begleiten den Besucher beim Rundgang der Höhle und geben zusätzliche Informationen. Die Höhle ist verhältnismäßig jung – in einem Alter von 250 000 Jahren. Sie ist reich an Tropfsteinformationen: Stalagmiten, Stalaktiten und Stalagnaten. Der touristische Pfad ist 1100 m lang und der Rundgang dauert etwa 40 Minuten.

Schon wieder ans Licht, geht man den Rückweg, durchquert die Brücke über dem Fluss Bujnovska und gerät in ein gemütliches Restaurant, wo man neue Kräfte sammeln kann. Das Wasser rauscht so entspannungsvoll, dass man sich richtig wohl fühlt.

Nachdem man ausgeruht hat, geht man ins Dorf zurück.Von hier aus gehen Gebirgspfade zu weiteren Sehenswürdigkeiten, an denen die Gegend reich ist. Einer davon führt zu Trigradsko zdrelo (noch eine Kluft) und der dort befindlichen Höhle Djavolsko garlo (Maul des Teufels). Der Pfad durch das Gebirge ist 7 km lang.