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Viele Urlauber, die eine Reise nach Bulgarien planen oder sich zumindest einmal mit dem Gedanken auseinander setzen möchten, fragen sich, wie es mit der Kriminalität in Bulgarien aussieht. Zu Recht! Denn Immer wieder wird in den Medien über Verbrechen und Morde in Bulgarien berichtet. Doch ist es wirklich gefährlich, eine Reise nach Bulgarien zu machen?

Die klare Antwort: Nein, die Kriminalität in Bulgarien ist nicht signifikant höher als in allen anderen Urlaubsländern, die deutsche Touristen besuchen. Leider hat Bulgarien ein negatives Image, daran ist es auch teilweise selbst schuld. Doch die Realität sieht anders aus: Wer ein paar Grundsätze beachtet, die man auch in Deutschland nicht vernachlässigen sollte, wird mit Verbrechern in Bulgarien keine Probleme haben, wobei ein Restrisiko natürlich immer besteht.

Hier also einige Urlaubstipps für Bulgarien, damit man Sie nicht so leicht „übers Ohr hauen“ kann.

  • Geld nicht offen zeigen oder tragen. Die Geldbörse nimmt man nur zum Bezahlen in die Hand, und dann auch verdeckt – vorher die Situation überprüfen. Wenn Sie etwa auf einem Markt nur Kleinigkeiten einkaufen möchten, ist es sinnvoll, an einem verdeckten Ort das voraussichtlich benötigte Kleingeld aus dem Geldbeutel zu nehmen und in die Hosentasche zu stecken. So müssen Sie Ihr Portemonnaie später gar nicht aus seinem „Versteck“ am Körper holen. Gute Aufbewahrungsorte sind Innentaschen oder Rucksäcke (dann aber schön unten!).
  • Nur so viel Geld mit sich führen, wie auch benötigt wird. Der Rest gehört in den Hotelsafe.
  • Vorsicht ist die  Mutter der Porzelankiste – immer etwas misstrauisch sein, insbesondere bei aufdringlichen Gestalten.
  • Niemals Geld auf der Straße tauschen! Am sichersten ist der Tausch in einer Bank!
  • Früher ein beliebter Trick: Jemand möchte Ihnen Ihr schönes Handy abkaufen, für einen sehr hohen Geldbetrag. Vorsicht – er will Ihnen Falschgeld unterjubeln (kommt heute aber seltener vor als vor fünf Jahren).
  • Nicht direkt kriminell: Im Idealfall bezahlen Sie passend. Oft wird sonst das Wechselgeld nicht mehr zurückbezahlt und als Trinkgeld gleich einkassiert.
  • Machen Sie sich noch einmal mit dem bulgarischen Umrechnungskurs vertraut. Nicht alles ist billiger in Bulgarien! Unwissen wird gerne ausgenutzt, außerdem gibt es Wechselstuben mit katastrophalen Wechselkursen, wobei Banken ohnehin vorzuziehen sind.
  • Die Polizeidichte ist in Bulgarien recht hoch. Sollten Sie also überfallen werden – rufen Sie laut um Hilfe, oft ist eine Streife nicht weit entfernt. „Pomoscht! Pomoscht!“ bedeutet „Hilfe! Hilfe!“ und die Polizei heißt „Polizia“. 99+ Prozent der Bulgaren sind natürlich nicht kriminell und würden Ihnen ebenfalls helfen – denn Bulgarien ist schließlich auch auf zufriedene Touristen als Einkommensquelle angewiesen!

Mit diesen Tipps minimieren Sie das Risiko, Opfer eines Verbrechens zu werden. Bei Gewaltverbrechern, die Ihnen mit Waffen gegenübertreten, bitte nicht den Held spielen – Ihre Gesundheit sollte Ihnen allemal wertvoller sein als ein paar Euro. Aber wie gesagt – so groß ist die Kriminalität in Bulgarien auch wieder nicht.